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CALWER PASSAGEN STUTTGART

 

SUDDEN - PROJEKTE

CALWER PASSAGEN STUTTGART

PROJEKT: GreenWorking

Calwer Passagen Stuttgart

Planung: 2019 (Leistungsphasen 6 - 7)

Fertigstellung: 2021

Adresse: Rotebühlplatz, Theodor-Heuss-Straße, 70173 Stuttgart

Calwer Passagen Stuttgart - Dach- und Fassenbegrünung

Die R20 GmbH & Co. KG, Königstr. 19 A, 70173 Stuttgart, vertreten durch ihre Gesellschafterin, die CP Beteiligungen GmbH, diese vertreten durch ihren Geschäftsführer, Herrn Ferdinand Piëch (nachfolgend „Bauherr“ genannt) ist Eigentümer des teilweise denkmalgeschützen Gebäudekomplexes „Calwer Passage“ in 70173 Stuttgart. 

Es wird beabsichtigt, den nicht geschützten Gebäudeteil bis auf Erdgeschossniveau abzureißen und neu zu errichten. 

Für die Gestaltung der Fassaden und Dächer wurde Wettbewerb ausgelobt, aus dem der Entwurf von Ingenhoven architects, Düsseldorf, als Sieger hervorging. 


Ein erheblicher Entwurfsbestandteil dieses Wettbewerbs ist eine umfangreiche Gebäudebegrünung der Fassaden und Dächer des Neubaus sowie der Bestandsdächer. 

 

Fassadenbegrünung:

Für die Fassadenbegrünung sind im Rahmen des Wettbewerbs und der weiteren Planungen zwei Bereiche mit unterschiedlichen Pflanzszenarien, abgestimmt auf die jeweilige Fassadenausrichtung, entstanden. 
Diese Szenarien setzen sich aus einer vertikalen und horizontalen Bepflanzung zusammen, sodass ein Bild von mal mehr, mal weniger, geschlossenen Bereichen entstehen soll. 

Bei der Fassade handelt es sich um eine konventionelle Brüstungsfassade mit Pfosten-Riegel-Fensterbändern. Vorgelagert befinden sich Wartungsstege, an denen Pflanztröge mit zwischengespannten Rankseilen befestigt sind. Die Pflanztröge sollen mit zweierlei Pflanzenarten befüllt werden: Zum einen sollen vertikal Rankpflanzen an den Stahlseilen hochranken (in geschlossenen Fassadenbereichen dichter, vor den Fenstern weniger dicht) und zum anderen sollen die Tröge mit flach wachsenden Pflanzen bestückt werden, die über die Trogkanten etwas überhängen, so dass „grüne Bänder“ entstehen.

 

Abgestimmt auf die Ausrichtung der Fassaden sind demzufolge vier Pflanzszenarien (Schema A, B, C und D) entstanden. 

Die Begrünung wird durch vor die Fassaden gehängte Außenpflanztrögen (nicht Teil der Ausschreibung) erreicht. In diese Außenpflanztröge sollen unmittelbar nach Fertigstellung bereits bepflanzte Innentröge aus Aluminium eingebaut werden. 

 

Ein Ent- und Bewässerungssystem (nicht Teil der Ausschreibung) wird bauseits zu Verfügung gestellt, muss allerdings in die Pflanztröge verlegt und in Betrieb genommen werden.

Die Fassadenbegrünung erstreckt sich sowohl über alle Stockwerke als auch um das gesamte Gebäude und gibt dem kompletten Gebäude einen grünen Charakter.

 

Dachbegrünung:

Das Gebäude wird neben der Fassadenbegrünung auch auf diversen Stockwerken bzw. über diesen mit einer Dachbegrünung versehen. 

Im 1.OG soll ein Dachgarten mit teils intensiver, teils extensiver Begrünung entstehen. Hier ist neben einer vollflächigen Unterpflanzung mit diversen Kleinpflanzen (z.B. Vinca mayor) auch Baum- und Strauchpflanzungen (z.B. Cornus mas) vorgesehen, die den Besucher und Nutzer zum Verweilen einlädt.

Im 5.OG werden an der Nord-Ost-Fassade befestigte Terrassenflächen für die anliegenden Büros zur Verfügung gestellt (Deckschicht nicht teil der Ausschreibung). An der Nord-West-Fassade werden ebenso befestigte Terrassenflächen zur Verfügung gestellt. 3 Pflanztröge in verschiedenen Größen mit Baumpflanzungen (z.B. Amelanchier) geben dieser Terrassenfläche zusätzlich einen grünen Charakter. Eine weitere Terrassenfläche an der Südfassade im 5.OG mit einem weiteren Pflanztrog mit Baumpflanzung gibt auch dieser Terrassenfläche Atmosphäre.

Im 6.OG wurden zwei unterschiedliche Begrünungsbereiche geplant. 

 

Über dem Bauteil, der für das Wohnen bestimmt ist, soll eine extensive Dachbegrünung mit Krautbewuchs aus verschiedenfarbigen Kräutern hergestellt werden. In diesem großflächigem „Kräuterbeet“ stehen 5 Pflanztröge in verschiedenen Größen, die mit verschiedenartigen Bäumen (z.B. Pinus nigra) bepflanzt werden.   

Auf dem anderen Bauteil entsteht im 6.OG ein Konferenzbereich mit einem intensiv begrünten Dachgarten, der teils mit einer Pergola überspannt und diversen befestigten Bereichen zum Verweilen einlädt. Der intensiv begrünte Bereich wird mit einer Einfassung auf Sitzhöhe eingefasst und soll topografisch so gestaltet werden, dass eine leichte Hügellandschaft entsteht. Als Oberflächenmaterial soll sowohl in den ebenerdigen Flächen (Fugen der Platten) als auch auf der Hügellandschaft Grasbewuchs hergestellt werden. In dieser grünen Hügellandschaft werden ebenfalls diverse Bäume (z.B. Pinus nigra) mit einer Mindesthöhe von 5m gepflanzt. Im Nordbereich der Terrassen als auch im Südbereich rahmen 3 weitere Pflanztröge mit Baumpflanzung (z.B. Amelanchier) und eine Rahmung der Gesamtfläche mit einer Ilex-Hecke (Ilex crenata) auch hier den grünen Charakter des Gebäudes ab.

Im 7.OG über den Treppenhäusern soll eine extensive Dachbegrünung mit Krautbewuchs aus verschiedenfarbigen Kräutern hergestellt werden. 

Im 7.OG über dem Konferenzbereich soll ein „Dachwald“ entstehen. Dieser ist über dem Konferenzbereich mit einer Hecke aus Ilex crenata gerahmt. Die Fläche für den Dachwald soll ebenso topografisch als leichte Hügellandschaft gestaltet werden. Bodendeckend soll auch hier die Oberfläche mit Krautbewuchs aus verschiedenfarbigen Kräutern hergestellt werden. Der Dachwald wird geprägt von verschiedenartigen Bäume (z.B. Pinus nigra) mit einer Mindesthöhe von 7m. 

Das Begrünungssystem im Bauvorhaben „Calwer Passage“ besteht aus zwei Teilbereichen mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Infrastruktur und das Betriebssystem. Das Begrünungssystem umfasst alle Bestandteile und Instrumente, mit deren Hilfe die pflanzenpysiologisch relevanten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die für den dauerhaften, sicheren Betrieb und die Entwicklung des Pflanzenbestands erforderlich sind. 


Als Betriebssystems wird die gesamte Verfahrenstechnik inkl. notwendiger Infrastruktur zur Umsetzung eines Pflegekonzepts aufgefasst. 

In der vorgelegten Beschreibung werden die wesentlichen Kennzeichen des Systems und die daraus abzuleitenden Anforderungen an Struktur und Betrieb zusammengefasst. 

Grundlegende Inhalte des Leistungsverzeichnisses werden vorgeschlagen sowie Kriterien für die fachliche Beurteilung der angebotenen Leistungen. 

Grundlage für diese Beschreibung sind die vom Büro ingenhoven architects zur Verfügung gestellten Unterlagen. Die Beschreibung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Pflanzensortiment wurde inzwischen auf der Grundlage der gestalterischen Vorgaben ausgewählt. Unter Berücksichtigung der pflanzenphysiologisch relevanten Faktoren wurde die Auswahl präzisiert und hinsichtlich der langfristigen Eignung eine Prognose gegeben.

 
Erdgebundene Massnahmen:

Im Erdgeschoss soll die Bepflanzung des Calwer Platzes neu hergestellt werden. Hierfür sind 3 Lederhülsenbäume (Gleditsia triacanthos ‚Skyline‘) vorgesehen.
 

Dipl. Ing. Stephan Kulle-Skorobogaty

Inhaber und Geschäftsführer

Landschaftsarchitektur & Umweltplanung

Landschaftsarchitekt AKNW

 

Mitglied der Architektenkammer NRW

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BDB Bund Deutscher Baumeister

Mitglieds Nr. 420013 

Wiedstraße 23

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