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SUDDEN - PROJEKTE

FADE TO GREEN

PROJEKT: „Fade to Green“ – Kückesweg, 47877 Willich

Fläche: 1.240m²

Planung: 2019 (Leistungsphasen 1 – 2, Künstl. Oberbauleitung)

Fertigstellung: 2022

Adresse: Kückesweg 14, 47877 Willich

 

Privatgarten „fade to green“

 

Zur Umgestaltung des derzeitig von einer großen Rasenfläche geprägten Gartens wurde das Büro SUD[D]EN mit der Erstellung eines Konzeptes für einen neuen, modernen Hausgarten mit der Konzepterstellung beauftragt. Die Umsetzung des Konzeptes und die Herstellung des Gartens sollte dann sukzessive vom Bauherrn in Eigenregie erfolgen.

 

Vornehmliches Ziel war es die bereits vorhandenen Strukturen und den Garten prägenden Elemente wie Sichtachsen, Baumbestände, vorhandene Hecken und Topografie aufzunehmen und diese zu stärken. Aber auch neue Elemente hinzuzufügen sowie Wünsche der Bauherren nach einem Pool, ggfs. einem Saunabereich, Schaffung eines Treffpunktes mit Freunden außerhalb der bestehenden Terrasse, einem Gartenhaus u.A. zu erfüllen. Die Prägung des Gartens sollte durch wenige, wohl gewählte Materialien, wie Betonplatten grau, Holzdecks und einer kleinen Auswahl an Pflanzen be- und entstehen.

 

Aufgrund des Zuschnitts des Grundstücks und der vorhandenen Elemente war die erste Maßnahme die vorhandenen Grenzen und bestehenden Hecken so einzubinden, dass sich die Grenzen gleich einer Theatherkulisse auflösen und dreidimensional, perspektivisch erscheinen – nicht als eindimensionale Wand. Zu diesem Zweck wurde eine Art Saum aus Spalierbäumen, Hortensien, flachen Heckenkörpern und Gräsern entwickelt, der die wandartigkeit der vorhandenen Hecken auflöst. Gleichzeitig sollte dieser Saum aber auch den Garten in horizontaler Art und Weise gliedern und neue Raumerfahrungen möglich machen.

 

Ausgehend von den vorhandenen Sichtachsen soll der neue Garten so gegliedert sein, dass die neu hinzugefügten Elemente den Blick leiten, neue Räume schaffen und verschiedenen Ausblicke ermöglichen. Dementsprechend wurde der Raum im hinteren Drittel des Gartens durch die neuen, in den Garten hineinragenden Heckenkörper, abwechselnd aus Eibe und Hainbuche, so verengt, dass sich hinter dem letzten Heckenkörper ein neuer Raum mit einer ganz neuen Funktionalität und einer ganz eigenen Atmosphäre ergibt.

 

Diese „neu gewonnene“ Fläche wird nun zum Anziehungspunkt für weitere Aktivitäten und Nutzungen im Garten wie z.B. Saunieren, Outdoor-Kitchen, Treffpunkt und Lagerfläche für Gartenutensilien. Von hieraus wird auch die Möglichkeit geschaffen, den Garten bzw. das Haus von einer anderen Perspektive zu erfahren und mal eben nicht aktiv zu sein.

Die Fläche wird mit bereits vorhandenen Betonplatten und Steinen (Schotter schwarz) befestigt. Ein mittiges Holzdeck unterstreicht zusätzlich die Qualität eines Aufenthalts und Entspannungsbereichs. Abgerundet wird diese Qualität durch ein zwischen der Sauna und der Outdoor-Kitchen / Gartenhaus gespanntes, plätscherndes Wasserbecken entlang der Südgrenze des Grundstücks. Ein neues ca. 1,5m hohes Heckenelement aus Eibe und vorgelagerte Hortensien, lösen auch hier die starre Grenze der vorhandenen Hecke auf.

 

Im Bereich der bestehenden großen alten Bäume, die im Laufe der Jahre „aus dem Boden gewachsen“ sind, wird den Bäumen neuer Wurzelraum durch eine ca. 45cm hohe Einfassung aus Cortenstahl zurückgegeben. Diese neu entstandene Plattform bildet eine weitere Möglichkeit den Garten wiederum von einer neuen Perspektive aus zu erfahren. Auch hier wird als Aufenthaltsfläche ein Holzdeck installiert und die restlichen Flächen mit Gräsern aufgefüllt, um hier eine Art Strand-/Dünencharakter zu erhalten.

Von hier aus wird die südliche Aufenthaltsfläche und auch der Poolbereich durch eine 3-stufige Treppenanlage und einem Plattenweg mit Rasenfugen erschlossen. Begleitend zu dem Plattenweg bilden Hortensien und die vorhandene Hecke die Grenze des Gartens.

 

Der Poolbereich ist mit einem vollständigen Holzdeck befestigt. Wie ausgeschnitten, als hellblauer Teppich, wirkt der Pool innerhalb dieser Fläche. Zur bestehenden, weißen Mauer wird ebenfalls die Grenzwirkung durch poolbegleitende Hochbeete aus Cortenstahl in Ihrer Wirkung „gebrochen“. Gleich dem Hauptgartenteil werden auch hier Spalierbäume und Hortensienpflanzungen als Pflanzelemente verwendet.

 

Auch im Vorgartenbereich soll sich die Prägung des Gartens durch die gleichen wenigen und wohl gewählte Materialien, wie Betonplatten grau und einer kleinen Auswahl an Pflanzen widerspiegeln.

Auch hier sollen Hortensien und Hecken aus Hainbuche und Eibe das Bild der Szenerie beherrschen.

 

Mit dem an allen Seiten auf Perspektive und kulissenartige Gestaltung angelegten Design des Gartens, die Länge der zu bearbeitenden Fläche und die unterschiedlichen Grüntöne der verwendeten Pflanzen verblasst der gesamte Garten in einem Meer aus Grün „fade to green“.