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GENAU MEINE WELT

 

SUDDEN - PROJEKTE

GENAU MEINE WELT

PROJEKT: „GENAU MEINE WELT“ Am Weidengraben Duisburg

Bauherr: GEBAG Duisburg

Fläche / Bausumme: 2.400m² / 130.000 €

Planung: 2014-2015 (Leistungsphasen 1 bis 8)

Fertigstellung: 2016

Ausführung: Jakob Leonhards Söhne GmbH Wuppertal

Adresse: Am Weidengraben 18-22a 47269 Duisburg

Baubeschreibung:

AM WEIDENGRABEN DUISBURG - „Genau meine Welt“

Von der GEBAG Duisburg beauftragt, gestaltet das Büro SUD[D]EN im Zuge der Sanierung der vier Mehrfamilienwohnhäuser das Wohnumfeld in Duisburg-Rahm neu.

Nach dem Motto "Wir wohnen am Weidengraben" schafft das Thema der Weiden bzw. Weidenkätzchen, die wie zufällig frei auf den Flächen verteilt wirken, Identität für die Mieter. Um die Weichheit und Flauschigkeit herzustellen, wurden verschiedenen Grassorten gewählt. Die Gräser umspielt eine Umpflanzung aus Storchschnabel (Geranium). Gleich den elliptischen Gräserfeldern der auf die Fläche gefallenen Weidenkätzchen, sind drei Spielflächen, ebenfalls in elliptischer Form, vorgesehen. 

Diese sind teils Rindenmulchflächen, Sandspielflächen oder Ellipsen aus Gummi. In diesen Spielflächen werden neue Spielgeräte aufgestellt. Diese sollen durch ihre Haptik, Natürlichkeit und Skulturalität die Kinder zum Spielen anregen, aber auch "funktionieren", wenn nicht gespielt wird. Heckenkörper segmentieren den schlauchartigen Freiraum in einzelne Abschnitte, lassen aber immer wieder Möglichkeiten zum Durchgehen oder Durchschauen, sodass der Raum auch als Ganzes und nicht als 5 Einzelteile wahrgenommen werden kann.  Neben der Neugestaltung des Hofbereiches mit Kinderspielflächen sollten im Zuge der Sanierung auch die Eingänge mit Fahrradstellplätzen, der Müllstandort und der Parkplatz saniert werden. Dieser wurde im Gegensatz zu jetzigen Zustand aus der Hoffläche herausgenommen und an anderer Stelle vorgeschlagen.

 

Die größte Spielfläche entsteht am Haus Nr. 18, Sie besteht aus einer elliptischen Sandfläche ohne Einfassung. Der westliche Rand der Sandfläche wird von Beton-Sitz-Blöcken auf Betonfundament in Farben rot und orange gebildet. In der Sandfläche wird ein Spielgerät (Klettergerüst „Spatzennest“, Fa. SIK-Holz) aufgestellt. Als weiteres Element in der Sandfläche entsteht eine aus 20/10/8cm Betonpflaster, Farbe anthrazit, im Ellbogenverband gepflasterte mit Kantensteinen eingefasste Ellipse. Diese soll als Grill- und Aufenthaltsplatz genutzt werden. An dieser Pflasterfläche wird ein Mülleimer (gem. Angabe Bauleitung) platziert. Die Zugänglichkeit zum Grillplatz wird durch 100/50/5cm große Betonplatten in Mörtelbett (MGIII) erreicht. 

 

Die zweite Spielfläche entsteht hinter Haus Nr. 20. Hier wird in der Rasenfläche eine Spielhütte („Spielhütte auf Stelzen“, Fa. SIK-Holz) aufgestellt. Am Ende der Rutsche und unter der Spielhütte entsteht eine Mulchfläche ohne Einfassung.

 

Die dritte Spielfläche entsteht hinter Haus Nr. 22. Eine mit Kantensteinen eingefasste elliptische Kunstrasenfläche mit Sandabstreuung bildet den Bodenbelag. In dieser werden zwei Spielgeräte („Hängematte“ und „Balancierbalken“, Fa. SIK-Holz) platziert. 

 

Segmentierte Heckenkörper aus ca. 1,20m hoher Hainbuche (Carpinus betulus)segmentieren den schlauchartigen Freiraum hinter den Gebäuden in einzelne Abschnitte, lassen aber immer wieder Möglichkeiten zum Durchgehen oder  Durchschauen, sodass der Raum auch als Ganzes und nicht als 5 Einzelteile wahrgenommen werden kann.  

 

Die elliptischen Gräserfelder in verschiedenen Größen bestehen aus Gräsersorten wie Engelshaar (Stipa tenuissima), Pampasgras (Cortaderia seloana ‚Pumile‘), Chinaschilf (Miscanthus sinensis) oder Silberährengras (Stipa calamagrostis ‚Algäu‘). Umpflanzt werden diese mit Storchschnabel (Geranium in Sorten) gemäß der Pflanzplanung.

 

Entlang des Gebäudes führt ein 1,50m breiter Pflasterweg aus im Ellbogenverband verlegtem Betonpflaster 20/10/8cm, Farbe anthrazit. Dieser wird eingefasst durch Betonkantensteine 100/20/8cm, Farbe grau. Entlang des Weges werden in der Nähe der Spielhütte und der Kunstrasenfläche zwei 1,00m lange auf Betonfundament C12/15 gestellte Betonblöcke in den Farben rot und orange mit einer Holzsitzauflage (Stahl-Holz-Konstruktion) aufgestellt.

 

In Verlängerung der Keller-Ausgangstreppen zum Hof markieren im Mörtelbett (MGIII)  verlegte Betonplatten 100/50/5cm gedachte Wege auf die Rasenfläche (Rasenansaat RSM 2.3) des rückwärtigen Hofbereiches.

 

Zwischen dem Weg und den Wohnhäusern soll eine Rahmenpflanzung aus Hortensien (Hydrangea arborescens ‚Annabelle‘) entstehen, die eine Ruhezone zwischen Hof und Gebäude schafft und gleichzeitig eine Art „Vorgarten“ unter und neben den neuen Balkonen bildet. 

 

Eine Traufkante aus Betonkantensteinen 100/40/8cm, Farbe anthrazit, gefüllt mit Grobschotter der Körnung 16/32 bildet den Abschluss zum Gebäude. Diese umfließt die Wohnhäuser bis zu den Eingangs- und Zugangsbereichen und zu den Vorflächen für die Briefkästen. Die Vorflächen für die Briefkästen bestehen aus mit Betonkantensteinen 100/25/8cm, Farbe grau, eingefassten Splittflächen aus Basaltsplitt 2/8 (Bauklasse 0,3 RSTO 2012 oder Nutzungskategorie N1, ZTV Wegebau 2013 – gemäß Angabe Bauleitung). 

 

Die Eingangs- und Zugangsbereiche bestehen aus mit Betonkantensteinen 100/25/8cm, Farbe grau, eingefassten, im Ellbogenverband verlegten Pflasterflächen aus  Betonpflaster 20/10/8cm Farbe anthrazit (Bauklasse 0,3 RSTO 2012 oder Nutzungskategorie N1, ZTV Wegebau 2013 – gemäß Angabe Bauleitung). In diese Pflasterflächen sind je zwei Fahrradbügel (Fahrradparker, Aluminium pulverbeschichtet RAL 7030, Fa. Runge) und Beton-Sitz-Blöcke (Fa. Rinn) in Formaten 100/40/50cm und 50/40/50cm auf Betonfundament C12/15 in Farben rot und orange integriert.

Direkt vor den Eingängen 20, 22 und 22a werden anthrazitfarbene Blockstufen (nach Bemusterung) in Betonfundament C12/15 gesetzt.

 

Die Eingangsbereiche werden nördlich von Hecken aus ca. 1,20m hoher Hainbuche (Carpinus betulus) eingerahmt.

 

Zwischen den Eingängen bilden Rasenflächen (Rasenansaat RSM 2.3) die Vorflächen und Abstandszonen zur Straße.

 

Mittig der vier Wohnhäuser wird ein 1,50m breiter Pflasterweg aus im Ellbogenverband verlegtem Betonpflaster 20/10/8cm, Farbe anthrazit, eingefasst aus Betonkantensteine 100/20/8cm, Farbe grau entstehen (Bauklasse 0,3 RSTO 2012 oder Nutzungskategorie N1, ZTV Wegebau 2013 – gemäß Angabe Bauleitung).  

Fast unmittelbar an der Straße am Durchgang befinden sich zwei Müllstandorte, die mit je zwei Halbunterflurbehältern (Fa. Bauer Südlohn) bestückt werden. Diese Müllstandorte werden ebenfalls mit im Ellbogenverband verlegtem Betonpflaster 20/10/8cm, Farbe anthrazit befestigt (Bauklasse 0,3 RSTO 2012 oder Nutzungskategorie N1, ZTV Wegebau 2013 – gemäß Angabe Bauleitung). Eingefasst wird die Pflasterfläche aus Betonkantensteinen 100/20/8cm, Farbe grau    

 

Neben der Neugestaltung des Hofbereiches entsteht südlich der Wohnhäuser ein neuer Parkplatz für die Mieter mit 13 Stellplätzen. Dieser wird eingefasst durch ein Hochbord HB 15/30 in der Farbe grau. Befestigt wird dieser mit im Ellbogenverband verlegtem Betonpflaster 20/10/8cm, Farbe grau (Bauklasse 1,0 RSTO 2012). Die einzelnen Stellplätze werden durch Pflasterrollen aus Betonpflaster 20/10/8cm, Farbe anthrazit markiert. 

 

Eine Entwässerungsrinne (Bauklasse B125), fast mittig des Parkplatzes entwässert das überschüssige Regenwasser. Ein Anschluss mittels KG-Rohr an den bestehenden Kanalanschluss am Regenfallrohr (süd-ostliche Ecke Gebäude Nr. 22a) wird hergestellt.

 

Zwischen die Stellplätze wird ein bauseits geliefertes Schild „Privatparkplatz“ an einem zu liefernden Stahlrohrpfosten in Betonfundament C12/15 befestigt.

 

Beleuchtet wird der Parkplatz mit zwei Mastleuchten in Betonfundament gem. Herstellerangaben. Die Müllplätze ebenso. Der Hofbereich bzw. der Weg entlang der Rückseite der Gebäude wird durch Pollerleuchten beleuchtet. Die Bäume an der „Sandellipse“ und der „Kunstrasenellipse“ werden mit Bodenstrahlern erhellt und markieren so zusätzlich die Hauptaufenthaltsbereiche der Mieter.

Dipl. Ing. Stephan Kulle-Skorobogaty

Inhaber und Geschäftsführer

Landschaftsarchitektur & Umweltplanung

Landschaftsarchitekt AKNW

 

Mitglied der Architektenkammer NRW

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